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RAM Overclocking Test

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RAM Overclocking Test
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Fazit
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Nach unserem Test, wie der Phenom mit verschiedenen RAM-Einstellungen skaliert und dem Ergebnis das grad hohe Taktraten beim Phenom bis zu 10% mehr FPS in Spielen erlauben, nun ein Test zu passenden Speichermodulen.

Im Test treten folgende Module an: 

  • 2x1 GiB takeMS Mach2 Series│DDR2-1066 5-5-5-15 + EPP
  • 4x1 GiB Kingston HyperX│DDR2-1066 5-5-5-15
  • 2x1 GiB OCZ Platinum Rev.2│DDR2-800 4-5-4-12
  • 2x1 GiB OCZ SOE│DDR2-800 CL5
  • 2x2 GiB MDT AMD-Edition│DDR2-800 CL5

Besonderheiten gibt es bei 2 Modulen. Der takeMS Mach2 Speicher kommt neben den normalen SPD-Einstellungen (DDR2-800 5-5-5-15) mit einem so genannten EPP (Enhanced-Performance-Profile). In diesem ist ein Profil für DDR2-800 mit geringeren Timings (4-4-4-12 1.8 Volt) sowie ein DDR2-1066 (5-5-5-15 2.0 Volt) Profil.
Die MDT AMD-Edition funktioniert nur mit AMD-Prozessoren für Sockel AM2(+). Zwar sollen auch einige Intel-Mainboards den RAM unterstützten, lauffähig sind aber oft nur 2GB.

DDR2-1066 + Phenom = Problem? – Das die Verwendung von 1066er Speicher auf AM2+ Platinen nicht immer ohne Probleme verläuft ist seit dem Release entsprechender Mainboards bekannt.
Bei ersten Tests mit (teilweise) Beta-BIOS Versionen lies so gut wie kein Mainboard den stabilen Betrieb mit 1066er Speicher zu. Die Lage hat sich mittlerweile gebessert, ganz unproblematisch ist es aber immer noch nicht.
Um die RAM-OC Tests nicht durch Instabilitäten vom Mainboard oder Prozessor zu stören, wurde der Phenom X3 8450 auf Standardtakt (2.1 GHz) getaktet.

Testsystem:

  • AMD Phenom X3 8450 (2.1 GHz) @ Scythe Mugen
  • GIGABYTE GA-MA790FX-DS5
  • Sapphire HD3870 (512 MiB)
  • Samsung HD642JJ
  • BeQuiet! DarkPower Pro 430W 

 

Als kleines Dankeschön haben wir im Text noch eine Geschenk für unsere Leser eingebaut Winken


Produktbilder Kingston HyperX

 

 

 

Produktbilder mdt AMD-Edition

 

Produktbilder OCZ

 

Produktbilder takeMS

 


 

Testverfahren – Wie genau kommen wir zu den einzelnen Werten? Für die minimale Spannung wird bei DDR2-800 CL5 und wenn möglich bei DDR2-1066 CL5 die Spannung in 0.05 V Schritten von den Herstellerangeben gesenkt, bis der RAM nicht mehr den Belastungstest (Angaben dazu weiter unten) besteht.
Um den Maximalen Takt herauszufinden, wird der RAM mit 5-5-5-15-21 2T betrieben und der Referenztakt so lange angehoben bis auch hier der RAM den Stabilitätstest nicht mehr besteht. Auf den Test mit CL6 verzichten wir, da die höheren Latenzen den Takt-Vorteil in der Praxis mindestens wieder aufbrauchen.
Bei den Timings werden, bei DDR2-800 und wenn möglich bei DDR2-1066, die einzelnen Latenzen in folgender Reihenfolge solange gesenkt, bis auch hier der RAM nicht mehr stabil läuft: Cycle Time (tRAS) – RAS# Precharge (tRP) – RAS# to CAS# Delay (tRCD) – CAS latency (CL).

Für jeden Test werden jeweils 2 Speichermodule verwendet. Als Stabilitätstest kommt der CPU-Benchmark von Crysis zum Einsatz. Dieser wird aufgrund von „nur“ 2 GiB RAM mit der Einstellung „Medium“ auf 1280x720 betrieben und lastet den RAM zu 83-87% und den CPU zu 65-95% aus. Besteht der Speicher 10 Wiederholungen sowie 30 Minuten Prime95, gilt das Setting als stabil.

 



Übertaktungsergebnisse – Kommen wir zum Spannenden Teil dieses Tests, den Ergebnissen.

 

Beim übertakten des Speichers verhalten sich die DDR2-1066 Module von Kingston und takeMS nahezu ähnlich. Der Kingston-RAM lässt noch ca. 10MHz mehr Takt zu, was im Bereich von Produktionsschwankungen liegt und braucht dafür allerdings auch schon recht hohe Spannungen.
Bei beiden RAM-Modulen viel auf, das bei Spannungen von über 2.3 Volt das OC-Potential kleiner wurde. Anscheinend wirken hier größere Spannungen eher kontraproduktiv.
Die 800er Module von OCZ ließen, wie zu erwarten war, etwas mehr Spielraum zum Übertakten zu. So waren 933 bzw. 920 MHz mit 2.3 Volt einfach zu erreichen.
Lediglich der günstige MDT RAM fällt mit „nur“ 876 MHz etwas aus der Reihe, was angesichts des günstigen Preises nicht schlecht ist und auch zu erwarten war. 

RAMOC @CL5 (in MHz)Timings @DDR2-800Timings @DDR2-1066 Spannung @DDR2-800Spannung @DDR2-1066
Ergebnisse
Kingston HyperX
11103-4-3-84-5-5-141,90 V2,15 V
Mdt AMD-Edition8765-4-4-12 -1,80 V -
OCZ Platinum9334-4-3-9 -1,95 V -
OCZ Spec. Ops Edition9204-4-4-8 -1,95 V -
takeMS Mach2 Series10964-4-3-85-5-4-151,80 V 2,00 V


DDR2-1066 Timings - Da nur 2 Module die 1066er Marke erreicht haben, gibt es nur ein recht knapp entschiedener Vergleich zwischen Kingston und takeMS. Aber auch in dieser Disziplin kann sich Kingston mit 4-5-5-14 gegen 5-5-4-15 nur knapp behaupten.

DDR2-800 Timings - Auch hier liegt Kingston knapp in Führung, der Abstand ist bis auf den mdt AMD-Edition Speicher (5-4-4-12) aber sehr gering und unterscheidet sich in nur wenigen Timings.
Das der Vorsprung von Kingstons HyperX RAM nicht nur ein Einzelfall ist zeigte auch ein Test bei DDR2-667. Dort erreicht nur der HyperX RAM stabile Timings von 3-3-3-8.

Undervolting – Zwar verbraucht RAM nicht viel Strom, aber im HTPC und Homeserver-Bereich zählt im Dauerbetrieb jedes Watt. Deshalb haben wir uns auch diesem Thema angenommen. Hier sticht mit großem Abstand der takeMS Speicher hervor. Dieser kann mit lediglich 1.80 bzw 2.0 Volt auf DDR2-800 (4-4-4-12) bzw. DDR2-1066 (5-5-5-15) stabil betrieben werden. Hier kann keiner der anderen Speicher mithalten.



Fazit – Einige der getesteten Speicher traten doch positiv hervor. Die Crossfire-Edition der takeMS Mach2-Series ist durch die enthaltenen Profile (EPP) für DDR2-1066 CL5 sowie DDR2-800 CL4 gut für OC-Anfänger geeignet, die sich noch nicht viel mit dem Übertakten auskennen. Zudem sind nur 2.0 Volt bei DDR2-1066 schon fast rekordverdächtig.
Der HyperX-RAM von Kingston weiß vor allem durch sein gutes OC-Potential zu beeindrucken und die Latenzen von 3-4-3-8 bei DDR2-800 sind ebenfalls sehr gut.
Mdt’s AMD-Edition Speicher ist zwar kein OC-RAM, mit ca. 40 Euro (Stand 11/08) aber eine absolute P/L-Empfehlung für „Normalanwender“ mit AMD-Prozessor.
Die beiden OCZ-Module fallen vor allem durch die Optik auf, das OC-Potential ist im oberen Mittelfeld.

Vielen Dank an Kingston und takeMS für die Bereitstellung der Testmuster.

So und nun das "kleine" Dankeschön von uns für alle Leser, die diesen Test auch bis zu Ende gelesen haben – Mit dem folgenden Gutscheincode bekommt ihr bei Memorykontor.de 10% Rabatt auf alle Speichermodule/Kit´s für Desktops sowie Notebooks. Der Kuponcode ist nur einmal je Kundenkonto einlösbar und gilt bis zum 31.12.2008 - Viel Spaß.

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Daniel Duesentrieb   |[06.11.2008-16:11:14]
MDT RAM kann doch eigentlich mehr? Mit 1,85V komme ich auf 445MHz - 890MHz also! 900MHz sind auch noch drin, dann ist aber bei denen Ende. Ansonsten netter Test .
N1truX   |[06.11.2008-18:11:41]
Ich sags mal so, die werden den nicht umsonst so günstig verkaufen Klar kann mdt sonst mehr, aber das wird eher "DDR2-800 Ausschussware" sein, was ja für den Preis Ok ist.

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