Wie zu jeder neuen Grafikkarten-Serie gibt es auch dieses Mal eine neue Demo zur neuen GCN-Architektur von AMD, nachdem die Demo zur HD 6900-Serie nicht all zu viel Neues brachte.
Die Kollegen von Expreview haben die 740MB schwere Leo-Demo dazu bis zum Herzen auseinander genommen. Die Demo basiert dabei auf DirectX 11, ist sehr komplex und detailreich und setzt auf eine sehr große Anzahl an Lichteffekten, die zusammen mit MSAA einen hohen Speicherverbrauch verursachen. Doch dazu später mehr.
Die Demo in Version 1.0 ist noch recht einfach gehalten. Der User hat keine Möglichkeit Einstellungen zu tätigen, sondern kann die Demo nur starten. In Version 1.1 soll noch ein Educational Mode hinzukommen. Nach der Installation ließ sich jedoch ein Sushi-Textdokument finden, in der ein paar Einstellungen gespeichert sind: NumbackBuffers, VSync, Vollbildschirm, Monitorwiederholrate, Auflösung und Seitenverhältnis sowiebis zu 8x MSAA, das die Bildqualiät verbessern soll. Allerdings wird ein Unterschied zwischen 4x MSAA und 8x MSAA kaum mehr auszumachen sein. Der Vorteil von 1x MSAA und 4x MSAA wiegt dagegen schwerer und macht sich deutlich sichtbar bemerkbar.
Kommen wir nun zur Bildqualität, die sich zur HD 6900-Serie stark verbessert hat. Zum einen, da MSAA zum Einsatz kommt und die Variation der eingesetzten Lichteffekte sehr groß ist; das Bild daher sehr realistisch wirkt. Hinzu kommt HDR, das auf die ganze Szene angewandt wird und die ALUs der HD 7900-Serie fordert. Mit Ptex (Per-Face Texture Mapping) werden Texturen besonders auf Gesichter angewandt, während der Hintergrund nicht von diesem Detailreichtum Gebrauch machen muss. Unterstützt wird Ptex schon in eine Reihe industrieller Anwendungen. Aber auch Privatkunden können mit Cinema 4D Ptex ausnutzen. Mit Ptex erhält jedes Gesicht seine eigene Struktur.
Einhergehend spielt PRT (partially resident textures) eine wichtige Rolle. Im Grunde genommen ist es ein vereinfachtes Ptex, dass nun auf andere Gestände und der Umwelt des Spiels angewendet werden kann. Es verbraucht dabei weniger RAM und wird durch OpenGL realisiert.
Eine Radeon HD 7970 besitzt ein 384bit Speicherinterfacen, an dem 3GB GDDR5 RAM hängen. Diese Menge scheint zunächst größer als alle bisher verfügbaren SingleGPU-Modelle. Doch wird in der Leo-Demo schnell deutlich, dass 3GB bald nicht mehr ausreichen und wir auf 512bit mit 4GB gespannt sein dürfen. Mit 1x MSAA und FullHD Auflösung waren ganze 1,31GB RAM belegt. Erhöht man MSAA auf 4x, so werden 1,467GB veranschlagt und ganze 1,682GB unter 8x MSAA und FullHD.
Startet man die Demo mit 2560x1600 Bildpunkten, steigt der RAM-Bedarf noch weiter an. mit 1x MSAA landet man bei 1,361GB; 4x MSAA 1,711GB und 8x MSAA verbrauchen 2,122GB von verfügbaren 3GB. Schnell wird klar: andere Grafikkarten mit 2GB RAM werden klar das Nachsehen haben. INteressant ist außerdem, dass die Demo zwar mit nVIDIA-Grafikkarten startet aber nur ein schwarzes Bild erzeugt.
Kommen wir nun zum wichtigen Teil, der Performance. Dazu verglich man den Vorgänger HD 6970 mit nur 2GB RAM. IN FullHD und mit bis zu 8x MSAA erzeugte die HD 7970 minimal 28 Bilder pro Sekunde; es ruckelte daher nie. Die HD 6970 stürzte jedoch bei 8x MSAA ab und gab nur minimal 17 Bilder heraus; ein ruckelfreies Vergnügen erübrigte sich. Selbst ohne MSAA wurde die Power gegenüber der HD 6970 sehr deutlich, die doppelt so viele Bilder erzeugte. Unter 2560x1600 Bildpunkten muss sich jedoch auf die HD 7970 geschlagen geben. Bis zu 4x MSAA waren ruckelfrei bei 25 Frames möglich. Die HD 6970 verzweifelte ohne MSAA schon in dieser Auflösung und rangierte zwischen 10 und 14 Bildern: unspielbar. Die HD 7970 ist also bis zu 100% schneller.
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